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Nikotinentzug: Die Entzugserscheinungen nach dem Rauchstopp

Nikotinentzug: Entzugserscheinungen

Bei einem Nikotinentzug kämpfen die ehemaligen Raucher mit Entzugserscheinungen. Zudem hat es Nebenwirkungen, wenn jemand mit dem Rauchen aufhört: Es gibt bei einigen Menschen sehr handfeste körperliche Entzugserscheinungen.

Wie lange halten die Entzugserscheinungen nach dem Rauchstopp an?

Je mehr Du geraucht hast, desto stärker fallen in der Regel die Entzugserscheinungen aus.

Die eigentlichen Entzugserscheinungen halten nur 1-2 Wochen an. Jedoch können einige Effekte länger anhalten als andere. Zu den typischen Entzugserscheinugen fällt die erhöhte Reizbarkeit, ein unruhiger Schlaf und eine Gewichtszunahme. Wie Du diesen bekannten Symptomen aus dem Weg gehen kannst, klären wir in dem folgendem Artikel.

Reizbarkeit durch den Zigarettenentzug

Die Reizbarkeit ist ein praktisch nicht zu verhinderndes Symptom beim Zigarettenentzug. Nicht nur die Sucht tagsüber, sondern auch die Schlafstörungen mit verbundenem Schlafmangel machen ehemalige Raucher sehr reizbar. Sie und ihre Umgebung leiden unter ihren Stimmungsschwankungen, teilweise werden die ehemaligen Raucher aggressiv.

Die Lösung:

Ein Mittel gegen erhöhte Reizbarkeit ist es viel Sport zu treiben, denn dieser baut überschüssige Energie ab. Zudem kann der Sport Abends betrieben werden, so dass auch die Nebenwirkung der Schlaflosigkeit abgemildert wird.

Wie sich dieses Symptom bei einer Person auswirkt, hängt jedoch stark von der Persönlichkeitsstruktur ab. Manche Menschen reagieren passiv-aggressiv. Sie verweigern beispielsweise die Kommunikation, was für Partner und sonstige Angehörige oder Kollegen sehr belastend sein kann. Es gibt aber auch ehemalige Raucher, die in der Phase des Nikotinentzugs offen verbal oder gar körperlich aggressiv werden. Diesen ist zu einem Boxsack zu raten, der ausgiebig verprügelt werden darf. Ein probates Mittel sind außerdem Antistressbälle. Sie lassen sich drücken, würgen und auch kraftvoll zu Boden schmettern.

Gefährliche Symptome danach: Die Depression

Ein gefährliches Symptom oder vielmehr eine handfeste Folge des Zigarettenentzugs kann eine ausgewachsene Depression sein. Betroffene haben zweifellos eine endogene (ererbte) Veranlagung zur Depression, die nun unter dem Stress des Nikotinentzugs ausbricht.

Manche Symptome tauchen erst nach einiger Zeit auf. Darunter kann zum Beispiel eine depressive Verstimmung zählen.

Depressionen basieren auf unterschiedlichen Formen von Stress, der Zigarettenentzug löst unzweifelhaft sehr starken Stress aus. Eine relativ große Zahl ehemaliger Raucher ist von einer Depression betroffen, die manchmal drei Monate, manchmal auch nur zwei Wochen lang andauert.

Das Gehirn eines Rauchers hat über Jahre gelernt, beim Rauchen Glückshormone auszuschütten. Diese fehlen nun, zusätzlicher Stress verschärft die Lage.

Die Lösung:

Im Grunde lässt sich die Depression nur umgehen, wenn der ehemalige Raucher in der ersten Phase des harten Nikotinentzugs, also während der ersten zwei Wochen ohne Zigarette, ein relativ entspanntes Leben führt. Planen deshalb den Nikotinentzug unbedingt in stressfreien Tagen, im Urlaub oder über ein verlängertes Wochenende.

Viele Raucher, die aufhören möchten, wissen oder ahnen das. Sie planen daher den Entzug während eines Urlaubs, was eine sehr gute Idee ist. Im Urlaub ist eine positive Ablenkung mit Aktivitäten möglich, die viel Spaß machen. Etwas Sport ist sehr zu empfehlen. Gleichzeitig sollte es keinerlei Anforderungen geben, die den Betroffenen zu unmittelbarer Aktion und Reaktion zwingen, wie das im normalen Berufs- und Lebensalltag der Fall ist. Unter diesen Umständen sind die ersten zwei Wochen des harten Nikotinentzugs relativ gut zu bewältigen.

Wichtig zu wissen: Auf Alkohol und vielleicht sogar auf Kaffee sollten die ehemaligen Raucher in dieser Phase am besten ebenfalls verzichten. Diese beiden Drogen sind mit der Zigarette stark assoziiert, sie verleiten immer wieder zum Rauchen.

Typisches Symptom die Schlafstörungen

Schlafstörungen und damit verbunden eine permanente Tagesmüdigkeit ist ein sehr typisches Symptom, wenn jemand aufhört zu rauchen. Paradoxerweise geht die Tagesmüdigkeit nachts in Schlafstörungen über, die Betroffenen sind über Wochen wie gerädert. Wenn eine Neigung zu Depressionen besteht, kann das sehr gefährlich sein, sogar die Unfallgefahr erhöht sich signifikant.

Wer das an sich feststellt, sollte möglicherweise über ein bis zwei Wochen nicht Auto fahren und auch sonst größte Vorsicht walten lassen. Die Schlafstörungen und die Tagesmüdigkeit entstehen durch die Reizbarkeit und anhaltende Unruhe, die wiederum auf dem gestörten Stoffwechselhaushalt basieren.

Die nervigste Nebenwirkungen sind die Schlafstörungen. Diese gehen jedoch nach 1-2 Wochen vorbei. Suchen Sie sich deshalb einen guten Zeitpunkt für den Rauchstop aus.

Die Lösung:

Solche Symptome dauern häufig mehrere Wochen lang an und verschwinden nur allmählich. Der ehemalige Raucher muss möglicherweise neue Einschlafrituale finden, abends spazieren gehen, nicht zu lange fernsehen, auf Alkohol verzichten und spätes Essen meiden.

Es gilt, alle Gewohnheiten zu überdenken, die mit dem Rauchen assoziiert waren. Allerdings ist ein starkes ändern von Gewohnheiten mit Stress verbunden, wenn es als Verlust empfunden wird. Viele Raucher, die aufhören möchten, schaffen nicht den Übergang zu einer im Ganzen gesünderen Lebensweise, im Gegenteil: Sie kompensieren zum Beispiel den Nikotinentzug durch Alkohol, Kaffee und Essen sowie nächtelanges Ausharren vor dem Fernseher (oder bei Computerspielen), weil sie ja ohnehin nicht richtig schlafen können.

Damit werden sie aber ihre Sucht nicht los, sie ersetzen sie nur durch eine andere Sucht. Der Rückfall in die Nikotinsucht ist dann vorprogrammiert, wenn die andere Sucht prekäre Auswirkungen zeigt, wenn die Person beispielsweise ein ernsthaftes Alkoholproblem bekommt oder durch nächtliches Essen unförmig dick wird. Dann fängt sie doch lieber wieder an zu rauchen.

Folgen des Zigarettenentzugs: Gewichtszunahme

Die Gewichtszunahme ist oft nur temporär.

Fast alle ehemaligen Raucher nehmen nach dem Aufhören etwas zu, und zwar auch ohne deutlich mehr zu essen. Das liegt am veränderten Stoffwechsel. Der Körper von Rauchern verwertet die Nahrung schlechter, daher sind sie im Allgemeinen etwas dünner. Wenn ehemalige Raucher zusätzlich ihre Sucht mit Süßigkeiten bedienen, nehmen sie richtig zu.

Da die Gewichtszunahme praktisch immer spürbar und sichtbar ist, leiden die ehemaligen Raucher darunter, was wiederum die Rückfallgefahr stark erhöht.

Die Lösung:

Es helfen nur eine ausgewogene Ernährung und etwas Sport. Der Sport lenkt ohnehin auf sehr gesunde Weise ab und ist prinzipiell zu empfehlen.Er mag anfangs schwerfallen, denn während der Raucherphase sind diese Menschen nicht unbedingt gesünder geworden. Doch das ist ein Grund mehr, sich nun zu bewegen, den Kreislauf in Schwung zu bringen und auf eine an sich gesunde Lebensweise umzustellen.

Wie die Nikotinentwöhnung für Dich einfacher wird

Die reine Nikotinentwöhnung beginnt schon in den ersten Stunden und ist nach etwa zwei Wochen prinzipiell abgeschlossen. Zur Entwöhnung gehört aber auch die körperliche Umstellung, die in jedem Fall länger dauert. Bei den beschriebenen Symptomen erscheint das auch sehr einleuchtend. Am schwierigsten ist der psychische Entzug, doch an der Psychologie lässt sich psychologisch arbeiten.

Der eigentliche Giftstoff verschwindet nach wenigen Stunden bereits aus dem Körper, nach der letzten Zigarette.

Die Betroffenen können gegen ihr generelles Suchtverhalten mit einer konstruktiven Änderung ihrer Gewohnheiten vorgehen (wie beschrieben), sie sollten auch einmal ihre Sucht an sich hinterfragen. Es gibt darüber hinaus für den reinen Nikotinentzug Hilfsmittel, welche die körperlichen Symptome lindern. Sie werden unter “Nikotinersatztherapie” subsumiert.

Der Nikotinersatz – Nikotinpflaster, -kaugummis oder -lutschtabletten – muss mindestens 60 % des Nikotins ersetzen, das zuvor durch Rauchen aufgenommen worden war. Nikotin selbst ist zwar ein Suchtstoff, ansonsten jedoch relativ harmlos. Der große Schaden durch das Rauchen entsteht durch die Teerstoffe und das Kohlenmonoxid im Tabak und im Zigarettenpapier. Die eigentliche Sucht erzeugt aber das Nikotin, weshalb einige ehemalige Raucher über Jahre oder gar lebenslänglich Nikotinersatzprodukte verwenden, was an sich unbedenklich ist. Im Einzelnen:

  • Nikotinpflaster geben über ihre Klebeschicht kontinuierlich Nikotin ab. Es gibt drei unterschiedliche Stärken, die 10, 20 oder 30 täglich gerauchten Zigaretten entsprechen. Wer mindestens zehn Zigaretten täglich geraucht hat, sollte über Nikotinpflaster nachdenken.
  • Nikotinkaugummi: Hiermit wird das Nikotin schnell aufgenommen, die Entzugssymptome verschwinden damit auch relativ schnell. So ein Kaugummi soll rund 30 Minuten gekaut und dann in der Wange gehalten werden. Das Nikotin geht damit durch die Wangeninnenhaut in den Blutkreislauf über. Die ehemaligen Raucher führen diesen Zyklus stündlich durch. Es gibt Nikotinkaugummis in zwei Stärken.
  • Nikotinlutschtablette: Hier übertragen die Mundschleimhäute das Nikotin innerhalb von rund einer halben Stunde. Nikotinlutschtabletten wenden Menschen an, die relativ stark, aber in ungleichmäßigen Zeitabständen geraucht haben.

Eine Nikotinersatztherapie lindert zwar die Symptome durch den Zigarettenentzug, doch diese verschwinden nicht gänzlich. Sie wirkt also nur unterstützend und ist damit doch eine sehr wertvolle Hilfe für Aufhörwillige. Jeder Raucher, der sich zum Entzug entschließt, muss selbst einschätzen, welches Ersatzpräparat für ihn am ehesten geeignet ist. Kaugummis etwa sind etwas für Menschen, die sowieso gern Kaugummis kauen.

Es ist auch nicht zwingend, eine Ersatztherapie durchzuführen, doch in vielen Fällen ist es sehr ratsam. Die Nikotinsucht ist sehr stark und oft deutlich stärker als die Alkoholsucht. Das Aufhören lohnt sich aber wegen der prekären gesundheitlichen Folgen des Rauchens auf jeden Fall.

Nikotinentzug: Was passiert im Körper, warum gibt es Entzugserscheinungen?

Beim Nikotinentzug erhält der Körper nicht mehr wie gewohnt das Nikotin, seine Restbestände werden allmählich abgebaut. Dieser Vorgang dauert einige Stunden bis wenige Tage und wird als höchst belastend empfunden. Die ersten 24 Stunden können quälend verlaufen und zu ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zur Kreislaufschwäche führen.

Nicht viele wissen, warum der Körper mit Entzugserscheinungen reagiert.

Wichtig zu wissen, wenn es um die Nikotinentzug Dauer geht: Im Körper sind schon nach zwei Stunden kaum noch nennenswerte Restbestände an Nikotin enthalten. Das weiß jeder Raucher: Nach rund zwei Stunden ohne Zigarette klopft die Sucht verstärkt an die Tür, was ein Beleg dafür ist, dass innerhalb von rund zwei Stunden das Nikotin abgebaut wird.

Doch der Raucher Entzug hat auch starke psychische Folgen, es gibt nicht nur körperliche Entzugserscheinungen nach dem Rauchen. Das Gehirn ist an die regelmäßige Nikotinzufuhr, aber auch an das Ritual des Rauchens gewöhnt.

Diese Phänomene – Rauchen als Ritual beziehungsweise Rauchen als Pausengewohnheit und Kontaktgelegenheit – werden unterschätzt. Es gibt sie auch in anderen Bereichen. Menschen, die an Bulimie leiden, spiel- oder kaufsüchtig sind, führen sich keinerlei chemische Drogen zu. Dennoch können sie von ihrer Sucht nicht lassen. Das betrifft natürlich auch Raucher. Für sie ist die Zigarette ein Ventil, um Stress abzubauen, um Pausen zu überbrücken, Langeweile zu bekämpfen und wichtige soziale Kontakte mit anderen Rauchern zu knüpfen.

Daher weisen die Nikotinentzug Symptome eine ganz unglaubliche Bandbreite auf. Sie haben natürlich auch eine rein biochemische Komponente. Nikotin dockt an die Acetylcholin-Rezeptoren im Gehirn an. Dort erhöht es den Adrenalin- und Dopaminspiegel. Das geschieht in wenigen Sekunden, wie jeder Raucher weiß. Ohne die Nikotinzufuhr muss es daher typische Nichtraucher Entzugserscheinungen geben. Der Gehirnstoffwechsel muss beim Zigarettenentzug erst einmal mit der veränderten Situation zurechtkommen.

Mit dem Rauchen aufhören: Welche Symptome treten immer auf?

Mit der nachlassenden Nikotinzufuhr treten typische Entzugserscheinungen nach dem Rauchen auf. Dazu gehören:

  • Unruhe
  • Zitternde Hände, manchmal auch Beine
  • Schlafstörungen
  • Gesteigerter Appetit
  • Allgemeine Gereiztheit
  • Die typische „pfeifende Lunge“ (unbändiges Verlangen nach einer Zigarette)

Die meisten dieser Nebenwirkungen basieren auf dem veränderten Blutzuckerspiegel nach dem Nikotinentzug.

Wie lange dauern diese Entzugserscheinungen nach dem Rauchen?

Bei den starken körperlichen Symptomen können entzugswillige Raucher davon ausgehen, dass sie sich nach spätestens zwei Wochen sukzessive legen. Durch den nunmehr gestörten Körperhaushalt gibt es bei einigen ehemaligen Rauchern zusätzliche, eher seltene Nebenwirkungen.

Jeder Körper reagiert anderes auf den Nikotinentzug. Wenn Sie starke Probleme haben, ist ein Arztbesuch zu empfehlen.

Dazu gehört beispielsweise ein starker Druck im Brustbereich. Er wirkt sehr beunruhigend, jedoch kann es helfen, wenn sich der ehemalige Raucher ein bis zwei Minuten im schnellen Rhythmus leicht auf die Brust klopft. Der Druck entsteht, weil über der Brust zwei Nervenbahnen zusammenlaufen, die aus dem limbischen System stammen. Dieses System ist das Glücks-, aber auch das Suchtzentrum unseres Gehirns. Durch Klopfen auf diese Nervenbahnen beruhigen sich deutlich die Nerven, das minimiert die Entzugserscheinungen.

Warum werden Menschen süchtig?

Es gibt verschiedene stoffgebundene und nicht-stoffgebundene Süchte, Rauchen gehört ganz klar zu den stoffgebundenen Varianten. Die Diskussion um Suchtverhalten zielt oft eher einseitig auf die biochemische Wirkung bestimmter Substanzen, beim Rauchen also um die Wirkung von Nikotin. Es gibt diese Wirkung zweifellos, sie ist auch gut erforscht – ebenso wie die Wirkungen von Alkohol, Kokain, Heroin, LSD etc. pp. Nun ist aber klar erwiesen, dass nicht-stoffgebundene Süchte wie Kaufrausch, Spiel- oder Sexsucht ebenso prekär sind, weshalb der Suchtbegriff an sich zu hinterfragen ist.

Wenn das gelingt, ist auch ein Überwinden der Sucht realistisch. Wenn es nicht gelingt, werden Süchtige entweder rückfällig oder ersatzsüchtig. Sie weichen dann auf eine andere, oft nicht-stoffgebundene Sucht aus (wenn die vorherige Sucht stoffgebunden war), was ihr Leben ebenso beeinträchtigen wird und oft nicht gleich erkennbar ist. Wenn beispielsweise ein ehemaliger Raucher oder Alkoholiker plötzlich nächtelang Online-Games zockt, merkt das niemand.

Einer der häufigsten Gründe warum Menschen mit einer Sucht beginnen ist der Gruppenzwang.

Es scheint sogar folgenlos zu bleiben, denn fast alle dieser Spiele lassen sich über weite Strecken kostenlos spielen. Der Süchtige verliert also augenscheinlich nichts als etwas Zeit, doch das ist ein Trugschluss. Seine Motivation richtet sich nach wie vor auf die Bedienung einer Sucht, nicht aber auf ein sinnerfülltes Leben. Die Frage, warum Menschen überhaupt süchtig werden, hat offenbar damit etwas zu tun. Ihr limbisches System hat die Belohnung durch ein sinnerfülltes Leben nicht erfahren, die Belohnung durch den schnellen Kick einer Sucht hingegen schon.

Was fangen ehemalige Raucher mit dieser Erkenntnis an?

Wer aufhört zu rauchen, kämpft meistens nur vorübergehend mit dem Nikotinentzug. Wenn der Körper vom Nikotin entwöhnt ist, also schon etwa ab der dritten Woche, geht es nur noch darum, die Leere zu bekämpfen, die eine aufgegebene Sucht hinterlässt. Dass ein generelles Suchtverhalten das eigentliche Problem ist, erschließt sich schon aus der Tatsache, dass alle Raucher die Folgen des Rauchens sehr genau kennen.

Die Aufklärung hierzu ist inzwischen sehr umfassend und wird flächendeckend durchgeführt, auf Zigaretten- und Tabakverpackungen gibt es die Ekelbilder, auch Kinder und Jugendliche wissen genau, dass Rauchen schädlich ist. Erwachsene Raucher wissen, dass sie aufhören können und dass die Entzugserscheinungen nicht ewig andauern. Doch sie brauchen ihre Sucht. Daher erscheint es notwendig, die Sucht oder das per ICD-10 formulierte “Abhängigkeitssyndrom” zu hinterfragen und dessen Ursachen individuell zu eliminieren. Sucht ist eng verwandt mit manischem Verhalten, sie basiert auf einem krassen Defizit an (auch körperlicher) Zuwendung und auf erlernten kontraproduktiven Verhaltensstrategien.

Süchtige jeder Art sollten daher ihre privaten Beziehungen, ihre beruflichen und finanziellen Probleme und ihr körperliches Verhalten (inklusive gesunder Ernährung, Bewegung, Erholung und Schlaf) überdenken und in Ordnung bringen. Das eliminiert die Sucht am schnellsten und vor allem nachhaltig. Wer das aber nicht schafft, wird die eine Abhängigkeit gegen eine andere ersetzen und daher niemals ein wirklich glückliches Leben führen.


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