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Hilft Akupunktur gegen Rauchen?

Die Akupunktur gegen Rauchen kann helfen. Zwar erkennen vor allem die gesetzlichen Krankenkassen das Verfahren nicht an und übernehmen daher meistens nicht die Kosten, doch es gibt viele Menschen, die rauchfrei durch Akupunktur wurden und darüber auch glaubwürdig berichten.

Akupunktur gegen Rauchen: Wie kann das funktionieren?

Um das zu verstehen, müssen wir uns die generelle Wirkungsweise dieser uralten chinesischen Methode anschauen. Bei der Akupunktur wird die therapeutische Wirkung durch das Einstechen von feinen Nadeln an bestimmten Körperstellen erzielt.

In China und anderen asiatischen Ländern praktiziert man das Verfahren schon seit Jahrtausenden, es hat unstrittig in vielen Bereichen eine signifikante Wirkung.

Die Akupunktur kann auch gegen andere Süchte helfen. Wie zum Beispiel gegen ein Alkoholproblem oder ähnliches.

Die Asiaten gehen dabei von einem Qi aus, das die „Lebensenergie des Körpers“ sein soll, die durch Meridiane zirkuliert. Diese Energie soll alle Körperfunktionen steuern. Wenn der Energiefluss gestört ist, wird der Mensch krank. Die Akupunktur bringt diesen Fluss wieder ins Lot.

Das ist eine leicht esoterisch anmutende Erklärung, jedoch ist die Akupunktur – wie auch immer man sie erklärt – tatsächlich wirksam. Das wurde in klinischen Studien für diverse Krankheiten belegt.

Die Akupunktur gegen Rauchen ist allerdings noch zu wenig erforscht. Die Studienlage speziell zu diesem Thema ist bislang dünn, weshalb die Krankenkassen die Akupunktur zur Raucherentwöhnung aktuell (2018) nur sehr selten finanzieren.

Nachgewiesen ist die wirksame Akupunktur-Therapie beispielsweise bei Schmerzen aufgrund einer Kniegelenksarthrose, bei chronischen Rückenschmerzen und bei Migräne. In einigen Fällen – so bei Rückenschmerzen – soll sie besser helfen als konventionelle Therapien.

Was ist das Ziel der Akupunktur gegen Rauchen?

Die Akupunktur für werdende Nichtraucher soll helfen, die Entzugserscheinungen nach dem Aufgeben der Sucht zu überwinden. Diese treten auf, wenn der Körper das Suchtmittel Nikotin nicht mehr erhält. Die Traditionelle Chinesische Medizin kennt nicht nur Akupunkturpunkte gegen Schmerzen, sondern auch gegen die Sucht.

Am Ohr liegen laut vielen Experten die Punkte für die Suchtprobleme.

Diese befinden sich im Ohr. Daher ist eine Akupunktur für die Raucherentwöhnung eine Ohr-Akupunktur. Durch das Einstechen von Nadeln im Ohr werden die Anti-Sucht-Punkte stimuliert, daraufhin sinkt das Verlangen nach Nikotin. Gesteckt werden die feinen Nadeln an Reflexzonen im Ohr.

Einige Therapeuten lassen sie dort einige Tage stecken. Wenn die Akupunktur wirkt, verschwinden die typische Nervosität, der Stress, das Herzklopfen und die Stimmungsschwankungen nach dem Nikotinentzug.

Es gibt viele Menschen, die dadurch tatsächlich das Rauchen aufgeben konnten. Ihr Entzug wurde nur von wenigen Symptomen begleitet. Neben den Dauernadeln, die immerhin zu spüren sind (wenn auch mit sehr geringen Schmerzen), gibt es auch die vollkommen schmerzfreie Laserakupunktur. Auch diese moderne Akupunktur soll das Nichtraucherprogramm wirksam unterstützen. AnwenderInnen berichten, dass vor allem Schweißausbrüche und die starke Konzentrationsschwäche verschwanden.

Ein weiterer Effekt soll sein, dass das gefürchtete Verlangen nach einer Kompensation durch Süßigkeiten gar nicht erst auftritt und dadurch die sonst häufig zu beobachtende Gewichtszunahme unterbleibt.

Akupunktur gegen Rauchen: Erfahrungen von Anwendern

Einige Anwender berichten überzeugend, dass sie rauchfrei durch Akupunktur wurden. Die Berichte wirken besonders überzeugend, wenn sie nach einiger Zeit – beispielsweise 18 Monate nach dem Rauchstopp – publiziert wurden und die betreffende Person glaubwürdig versichert, nach der Akupunktur nie wieder geraucht zu haben. Sogar der Geruch von Zigarettenrauch erscheint den ehemaligen Rauchern dann widerlich.

Es gibt auch ehemalige Raucher, die darauf verweisen, dass eine Akupunktur gegen das Rauchen nur dann erfolgreich sein kann, wenn die betreffende Person vor der Therapie mindestens sechs Wochen lang keinen Alkohol trinkt. Dieser Hinweis soll sogar von Ärzten kommen.

Im Idealfall hilft die Akupunktur sogar gegen beide Süchte. Bemerkenswert sind Erfahrungsberichte zur Akupunktur gegen Rauchen, in denen von nur einer einzigen Sitzung berichtet wird, die genügt haben soll.

Es gibt viele positive Erfahrungsberichte über die Akupunktur. Jedoch weisen immer alle darauf hin, dass der Wille zum Aufhören gegeben sein muss.

Therapeuten verweisen oft darauf, dass das nur in den seltensten Fällen gelingt. Weitere Erfahrungsberichte gliedern den Erfolg der Akupunktur in eine umfassendere Nichtrauchertherapie ein, zu der auch entspannende Massagen und pflanzliche Mittel gehörten.

Es gibt allerdings auch einige wenige negative Berichte. Bei einigen Rauchern schlägt die Methode nicht an, sie rauchen weiter. In diesem Kontext wird jedoch darauf verwiesen, dass wohl der feste Wille gefehlt habe.

Das merken auch Therapeuten an. Sie legen dar, dass sich der Behandlungserfolg nur einstellen könne, wenn der Patient den festen Willen mitbringe, wirklich mit dem Rauchen aufzuhören. Die Akupunktur könne demnach diesen Willen nicht ersetzen, sondern nur physische und psychische Entzugserscheinungen lindern.

Noch ein Hinweis erscheint wichtig:

Vor der ersten Behandlung sollten die Klienten nicht nur über mehrere Wochen keinen Alkohol getrunken, sondern auch mindestens acht Stunden lang nicht geraucht haben. Nur so könne der Therapeut die aktiven Akupunkturpunkte im Ohr feststellen. Daher eigne sich am ehesten ein Termin am frühen Morgen.

Akupunktur gegen Rauchen: Kosten

Die meisten Akupunkteure veranschlagen für eine Sitzung rund 60 bis 90 Euro, manchmal etwas weniger und nur selten mehr. Werdende Nichtraucher sollten nach ihren Aussagen mit bis zu drei Sitzungen in der ersten Woche rechnen, es könnten sich ein bis zwei weitere Sitzungen anschließen. Über den Fall einer einzigen Sitzung, die für den Erfolg genügt hatte, berichten zwar ehemalige Raucher, aber nicht die Therapeuten.

Leider übernehmen gesetzliche Krankenkasse nicht die Kosten einer Akupunktur, bei privaten Krankenkassen ist die Wahrscheinlichkeit jedoch um einiges höher.

Die Gesamtkosten dürften sich demnach je nach Therapeut und Einzelfall auf rund 180 bis 540 Euro belaufen. Die Therapie hat keinerlei schädliche Nebenwirkungen und soll erfreulicherweise insgesamt zur psychischen Stabilisierung beitragen:

Die Patienten werden wesentlich gelassener, was auch den Effekt erklärt, dass sie nicht den Rauchentzug durch Süßigkeiten kompensieren und manchmal sogar das Trinken aufgeben.

Da nun der Erfolg der Akupunktur gegen Rauchen wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt ist, übernehmen zumindest gesetzliche Krankenkassen in der Regel keine Kosten für diese spezielle Therapie. Bestenfalls gewähren sie einen Zuschuss zu einer Gesamttherapie, zu der auch Nichtraucherseminare, weitere Heilmittel und daneben die Akupunktur gegen das Rauchen gehören.

Eine private Kasse könnte sich etwas großzügiger zeigen, da PKV insgesamt die TCM etwas besser anerkennt. Jeder Raucher, der mithilfe der Akupunktur aufhören möchte, muss sich bei seiner Kasse bezüglich der Kostenübernahme informieren.

 

Quellen:

Wikipedia/Akupunktur

DAEGFA/Akupunktur gegen Rauchen

gutefrage.net/Per Akupunktur mit Rauchen aufgehört


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